Serviertablett mit Fahrersitz getauscht

Bernadette und Michael über ihre Gastrovergangenheit und den Einstieg ins Buslenken

Der Umgang mit Menschen will gelernt sein. Das gilt in der Gastronomie genauso wie beim Buslenken. Worin sich die Berufe jedoch unterscheiden, wissen Bernadette und Michael ganz genau. Sie kennen beide Welten und genießen nun nach ihrem Quereinstsieg in den Lenk-Beruf viele Vorteile.

„Wenn ich gewusst hätte, wie cool der Beruf ist, hätte ich ihn schon weit früher gemacht“, sagt Bernadette. Sie kommt ursprünglich aus der Gastronomie und stand damals beruflich ständig unter Stress. Also wechselte sie in den Fahrverkauf einer Bäckerei, bis sie vor zwei Jahren die Liebe zum Buslenken für sich entdeckte. Seitdem ist sie für sabtours mit dem Linienbus in Oberösterreich unterwegs und beruflich endlich angekommen: „Busfahren ist spitze! Ich bin im Warmen und Trockenen. Ich habe eine tolle Aussicht, tu mir nicht weh und es ist keine anstrengende Arbeit“.

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Anders als Bernadette ist Michael direkt von der Gastronomie ins Buslenken eingestiegen. Nach elf Jahren, in denen sich der gelernte Kellner bis zum Betriebs- und Serviceleiter hochgearbeitet hatte, zog er den Schlussstrich: „Es hat nicht mehr gepasst, ich war unzufrieden“, sagt er. Seit 2018 fährt er nun ebenfalls für sabtours und ist heute zwischen Linz und dem Mühlviertel unterwegs. Vor allem schätzt er die Planbarkeit seines Berufs: „Ich kenne meinen Dienstplan Monate im Voraus und arbeite nur einmal in sechs Wochen am Wochenende. Die Zeit für Familie und Hobbys kann ich mir gut einteilen. Außerdem ist die Bezahlung besser.“ Auch sein ehrenamtliches Engagement beim Roten Kreuz lässt sich mit dem Buslenker-Job gut vereinbaren.

Einfach und flexibel einsteigen

Ein Rot Kreuz-Kollege war es auch, der Michael auf das Busfahren aufmerksam machte. „2018 wurden viele Leute gesucht. Diese Chance habe ich genutzt und mir wurde der Führerschein bezahlt“, blickt er zurück. Die Möglichkeit, es ihm gleichzutun, ist auch heute noch gegeben: Buslenkerinnen und Buslenker werden in ganz Oberösterreich gesucht und die Ausbildung wird teilweise von den Verkehrsunternehmen finanziert. Unter bestimmten Voraussetzungen wird diese auch vom AMS Oberösterreich gefördert.

Der Einstieg in den Beruf ist dabei flexibel möglich: „Es gibt verschiedene Arbeitszeitmodelle. Du kannst 20 Stunden, 30 Stunden oder Vollzeit arbeiten. Oft braucht man nur jemanden für zwei Stunden in der Früh“, weiß Bernadette. Beim Busfahren gibt es also für fast jedes Lebensmodell einen passenden Dienstplan.

Ein sicherer Job mit vielen Vorteilen

Gerade jetzt, in Zeiten schwächelnder Wirtschaft gewinnt auch das Thema Job-Sicherheit zusehends an Bedeutung. „Der Buslenker-Beruf ist auf jeden Fall krisensicher“, ist Michael überzeugt, denn der Öffentliche Verkehr wird immer gebraucht und für dessen Ausbau wird es zukünftig notwendig sein, dass sich mehr Menschen für diesen sinnstiftenden Beruf entscheiden. Die berufliche Sicherheit schätzt der Familienvater am Busfahren ganz besonders.

Die Gründe für den Quereinstieg ins Buslenken können aber ganz unterschiedlich sein. „Ich bin Buslenkerin, weil ich gerne auf der Straße unterwegs bin und weil ich den Kontakt zu meinen Fahrgästen liebe“, schwärmt Bernadette. Auch das selbständige Arbeiten sowie der fixe Dienstplan sind aus ihrer Sicht klare Vorteile.

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